Mit Gehörnten und Fröhlichen kehrt Marco Travaglio mit seiner scharfen Satire und dem üblichen ironischen und dokumentierten Stil auf die Bühne zurück. Ein theatralischer Monolog, in dem der Journalist mit Sarkasmus und Klarheit die letzten Jahre der italienischen Politik nachzeichnet, zwischen verwirrten Regierungen, selbstgefälligen Medien und resignierten Bürgern. Der Titel – provokativ und sarkastisch – ist der Spiegel einer Gesellschaft, die es gewohnt ist, ohne Reaktion zu leiden, sich in Worten zu empören und dann zum üblichen Tran Tran Tran zurückzukehren.
Travaglio enthüllt Heuchelei, Widersprüche und Hintergründe der Macht und demontiert die Mechanismen der zeitgenössischen Kommunikation und Information. Eine Show, die Journalismus, Theater und Zivilklage vereint und gleichzeitig zum Nachdenken und Lachen anregt. Auf der Bühne nur ein Schreibtisch, ein paar Gegenstände und die Kraft der Worte: Wie immer ist es der Inhalt, der trifft. Gehörnt und zufrieden ist es ein unumgänglicher Termin für diejenigen, die verstehen, bitter lächeln und den Verstand behalten wollen.
Travaglio signiert eine weitere scharfe und ätzende Performance im Zeichen des zivilen Theaters.