Neri Marcorè hat sich zusammen mit dem Regisseur und Dramatiker Giorgio Gallione intensiv mit Materialien aus Gabera beschäftigt. Diese Rückkehr (die erste Erfahrung stammt aus dem Jahr 2007) ist eine gemeinsame ethische und künstlerische Notwendigkeit und eine noch reifere und bewusstere Gelegenheit, das Werk des„Mannes mit den zwei großen G“ wieder aufzunehmen.
Gaber - Die Welt tut mir weh ist eine Erforschung des kreativen, narrativen, ethischen und literarischen Universums zweier großer Autoren des Theaters und des Liedes. Jahrelang haben Giorgio Gaber und Sandro Luporini mit Scharfsinn, Rücksichtslosigkeit und Ironie, aber auch mit großer emotionaler Beteiligung die Veränderungen unserer Gesellschaft und der Menschen, die sie bewohnen, geröntgt. Gaber, ein großer Affabulator und Gesamtkünstler, hat uns so zwischen Privat und Politik auf dem hinkenden und unsicheren Weg zu einer Gesellschaft begleitet, die versucht, gegen die Diktatur der Dummheit, des Konformismus und der ständigen Selbstbefreiung zu kämpfen.
Die Show möchte zu den Wurzeln der Inspiration dieser Werke in der Musik zurückkehren, indem sie metaphorisch und nach Jahren in das Atelier/ Labor/ Denkzimmer eintritt, in dem Gaber und Luporini mehr als vierzigJahre lang gehandelt und Gedanken produziert haben.