Kultur, Ausstellungen und Kunst / 5. Dezember 2026 · Trento
Vom 5. Dezember 2026 bis 28. Februar 2027 wird in der Stadtgalerie von Trient die Ausstellung des Bildhauers Walter Moroder und der Malerin Marta Spagnoli zu sehen sein.
Das Jahr der Stadtgalerie endet mit der Doppelbesetzung des Bildhauers Walter Moroder (St. Ulrich, 1963) und der Malerin Marta Spagnoli (Verona, 1994). Der rote Faden, der diese Künstler verbindet, die sich in Sprache und Medialität grundlegend unterscheiden, ist die tiefe Kenntnis der außereuropäischen Kunst, die in ihren Werken durch die reife Beherrschung der traditionellen Techniken der italienischen Kunst, der Holzskulptur der Grödner Schule einerseits und der Stempelmalerei der venezianischen Matrix andererseits gefiltert wird.
In den Moroder-Skulpturen schweben Zeiten, lange Stille und Pausen deuten auf eine Meditation über die menschliche Existenz hin, die Figuren scheinen nicht der realen Welt anzugehören, sie haben etwas Abstraktes, Universelles. Obwohl im Einklang mit der Gründungsentscheidung, die seit jeher die Sprache definiert (die Untersuchung des menschlichen Körpers und der Gelenke der Form), entsteht in der vollen Reife des Künstlers ein beispielloses Gefühl der Unruhe, das Vorzeichen einer Veränderung.
In den Gemälden von Spagnoli gibt es eine ständige Spannung zwischen der physischen, instinktiven Geste und einer kontemplativeren Dimension, die darauf abzielt, die Farbintensität mit großen Vakuumzonen auszugleichen. Es ist eine Arbeit, die mehr aus Vorschlägen als aus Definitionen besteht: Das Bildmaterial lässt während seines eigenen Tuns Formen entstehen, die Bilder werden nicht von vornherein festgelegt, sondern enthüllen sich. Eine seltene und wertvolle Vision in der zeitgenössischen Landschaft, die heute von einer immer expliziteren Figuration dominiert wird.